5 Tipps um den Augenblick mehr zu genießen

Kreisen deine Gedanken ständig um Sorgen, Aufgaben oder Verpflichtungen? Schaffst du es nicht abzuschalten und den Moment zu genießen? Denkst du ständig, dass dir irgendwas fehlt, um entspannt im Hier und Jetzt zu sein? So geht es mir auch! Doch ich habe 5 Tipps gefunden und ausprobiert, dir mir geholfen haben. Probiere auch du sie einfach aus.

Vor einiger Zeit war ich verabredet und freute mich auf einen gemütlichen und lustigen Abend mit meiner Freundin im Café. Leider sagte sie kurzfristig ab und ich wusste nicht, was ich stattdessen machen sollte.

Da der frühe Abend sonnig, angenehm und warm war, entschied ich mich, alleine loszuziehen. Ich wollte den Tag in meiner eigenen Gesellschaft ausklingen lassen. Ich setzte mich in einem Straßencafé draußen an einen kleinen Ecktisch und beobachtete das Geschehen um mich herum.

Viele Menschen waren unterwegs. Einige sahen aus, als kämen sie direkt von der Arbeit und hätten es eilig nach Hause zu kommen. Andere spazierten zu zweit oder in Gruppen entspannt die Straße entlang und wollten scheinbar auch das angenehme Wetter genießen. Viele Autos fuhren vorbei und einige davon ließen extra den Motor aufheulen um Beachtung zu finden.

Es war interessant dies alles von der Seite zu betrachten. Wie ich es mir gewünscht hatte, saß ich gemütlich da und trank meine spritzige Saftschorle.

Doch ich stellte, wie schon so oft — in Situationen in denen ich alleine war — fest, dass ich den Moment im Hier und Jetzt einfach nicht genießen konnte.

Ständig drehten sich meine Gedanken darum, was ich stattdessen in diesem Augenblick machen könnte. Oder, und das war noch schlimmer — warum es gerade, so wie es war, nicht ideal für mich war. Ich könnte stattdessen zuhause auf der Couch liegen oder mir was Leckeres zu Essen kochen. Mein Sessel im Café könnte etwas weicher sein. Wäsche müsste ich auch mal wieder waschen. Hätte ich etwas mehr Geld auf dem Konto, wäre ich sowieso entspannter. Woran ich auch dachte, irgendwas passte nicht, musste noch dringend erledigt werden und dann wäre alles besser.

Ich fing an mich über mich selbst zu ärgern und mich zu fragen, warum mir jedes Mal solche Gedanken kamen. Was konnte ich dagegen tun, um im Augenblick präsent zu sein? Ich müsste es doch schaffen, meine Sorgen, Aufgaben und sonstigen Gedanken kurzzeitig aus meinem Kopf zu schieben. Wie könnte ich es schaffen den Moment bewusst wahrzunehmen und zu genießen?

Ich find an mich intensiv mit den folgenden Fragen zu beschäftigen: liegt es in der Natur des Menschen in der Vergangenheit oder Zukunft zu denken? Oder liegt das an meinem Charakter? Ist es möglicherweise sogar nur eine Angewohnheit, die ich mir abgewöhnen kann? Was kann ich tun?

Einige Dinge habe ich zwischenzeitlich gefunden und ausprobiert. Mir persönlich helfen sie sehr gut und ich bin überzeugt, dass sie auch bei dir wirken können.

Konzentriere dich auf folgende Aspekte:

1. Dankbarkeit

Sei dankbar, dass du hier sein darfst. Du hast einen funktionierenden Körper, du atmest und du lebst! Du hast die Freiheit und die Zeit im Café oder woanders zu sein und die Welt um dich herum zu erleben.

2. Loslassen

Lasse deine Gedanken, deine Sorgen und Verpflichtungen einfach los. Alles kann warten, nichts davon läuft weg. Es gibt nichts, was du in diesem Augenblick dringend erledigen musst. So wie jetzt alles ist, ist es genau richtig und könnte nicht vollkommener sein.

3. Nicht urteilen

Versuche, die Menschen um dich herum, nicht zu beurteilen. Interpretiere nichts in ihre äußere Erscheinung hinein und vergleiche dich nicht mit ihnen. Du bist gut so, wie du jetzt gerade bist und du weißt nie, was bei anderen Menschen hinter der Fassade steckt.

4. Durchatmen

Wenn die Gedanken anfangen, wild durch den Kopf zu kreisen, halte inne. Atme bewusst und kontrolliert mehrfach ein und aus.

5. Schönheit in Kleinigkeiten entdecken

Schaue dich um, achte auf jedes Detail und entdecke die Schönheit in den Dingen um dich herum. Je öfter du das übst, umso schneller entdeckst du sie. Danke dafür, dass du all das Schöne sehen und genießen kannst.

Viele Denkmuster und Angewohnheiten haben wir uns über viele Jahre antrainiert. Diese gilt es nun zu durchbrechen. Vergiss bitte nicht, dass diese Tipps ständig geübt und wiederholt werden sollten. Nämlich jedes Mal, wenn du dich dabei erwischst, gedanklich nicht in der Gegenwart zu sein oder in negatives Denken zu verfallen. Wie auch mit allem anderen im Leben kannst du nicht gleich Wunder erwarten.

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A German girl writing (in German and English) about everyday stories & the questions that are buzzing around in her head.

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Larissa Federau

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